Mythos „Heustauballergie“

Schon fast standardmäßig wird bei Pferden mit Atemwegsproblemen eine Heustauballergie diagnostiziert, sei es durch Abstrich, Bioresonanz oder Haaranalyse. Diese Diagnose ist aber viel zu ungenau.

Warum?
Staub reizt generell die Atemwege, egal ob eine Problematik vorliegt oder nicht. Der eine Organismus reagiert sehr heftig, ein anderer wiederum kaum merkbar. Ganz besonders empfindlich sind natürlich, chronisch sowie auch akut, atemwegserkrankte Pferde (gilt ebenfalls für uns Menschen und andere Tiere). Jede Art von Staub reizt die Atemwege und löst einen natürlichen (Schutz-)Reflex aus, hierzu gehört u.a. auch Husten. Wodurch (unter normalen Umständen), rechtzeitig, ein tieferes Eindringen von Fremdpartikeln in die Atemwegsorgane verhindert wird

Fakt ist: Allergien entstehen durch (ua im Staub enthaltener) Milben, Pilze, Toxine, Pollen, Gräser sowie chemische Aerosole oder Futterbestandteile. Die umgangssprachliche „Heustauballergie“ ist daher lediglich eine 0815-Bezeichnung und existiert in diesem Sinne nicht. Es sollte unbedingt nach der tatsächlichen Ursache geforscht werden um möglichst den konkreten Allergenen auf die Spur zu kommen. Leider gestaltet sich dies in vielen Fällen schwierig und es lässt sich nicht immer der exakte Ursprung finden.

Da eine „alleinige Behandlung“ bei chronischen Geschehen häufig nicht zu einem dauerhaften Erfolg führt, ist es unumgänglich die Haltung, Bewegung sowie das Rau- und Kraftfutter entsprechend anzupassen.

Außerdem können bei akuten, aber auch bei chronischen, bereits haltungsoptimierten Bedingungen, Atemwegserkrankungen sehr gut naturheilkundlich behandelt werden. Neben dem Inhalieren haben sich zusätzlich Akupunktur, homöopathische Mittel sowie Phytotherapeutika als sehr hilfreich erwiesen. Diese Therapiemethoden lassen sich übrigens hervorragend kombinieren um eine noch bessere Wirkung zu erzielen.

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