HOMÖOPATHIE

Durch das am 28.01.2022 in Kraft getretene neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) verabreiche ich nur noch ausschließlich für Tiere zugelassene „ad. us. vet.-Homöopathika“. Seit dem 29.01.2022 dürfen homöopathische Mittel aus dem Humanbereich (OHNE eine explizite Zulassung für Tiere) nur noch nach tierärztlicher Rezeptierung eingesetzt werden. Dieses Verbot gilt auch für Mittelempfehlungen.

Klassische Homöopathie

Das Grundprinzip der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel des Begründers und Doktor der Medizin Samuel Hahnemann (1755-1843).

„Similia similibus curentur“ – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
(Dr. Samuel Hahnemann)

Dieses Prinzip besagt, dass genau die Substanz in der Lage ist, eine Krankheit zu heilen, die bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen würde, wie die, unter denen der Erkrankte leidet. Nach dieser klassischen Homöopathie wählt der Therapeut mithilfe einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte des Patienten das passende homöopathische Mittel (Konstitutionsmittel) aus. Der Patient erhält in diesem Fall nur ein einzelnes Mittel.

Komplexmittel-Homöopathie

Aus praktikablen Gründen entstanden in der Praxis verschiedene Abwandlungen der strengen Klassischen Homöopathie, wie z. B. die Komplexmittel-Homöopathie. Im Gegensatz zur Klassischen Homöopathie werden für homöopathische Komplexmittel mehrere passende Einzelmittel ausgewählt und in einem Medikament für ein bestimmtes Krankheitsbild zusammengefügt. Einer der Ersten, der für seine Patienten mehrere Einzelmittel, überwiegend in niedrigen Potenzen miteinander kombinierte, war der Lehm-Pastor Emanuel Felke (1856-1926). Er erlernte zunächst die Klassische Homöopathie nach Hahnemann und modifizierte diese über viele Jahre hinweg in seiner täglichen Praxis. Dafür ermittelte er für seine Patienten die passenden Einzelmittel und fügte diesen weitere Mittel, die zum Krankheitsbild passten, hinzu.

Klinische Homöopathie (auch Akut- oder Notfallhomöopathie)
In der klinischen Homöopathie wird das homöopathische Ähnlichkeitsprinzip darauf reduziert, dass die Symptome eines Arzneimittels den typischen Symptomen eines Krankheitsbildes ähnlich sein müssen – nicht dem individuellen Gesamtzustand des Patienten, wie dies in der Klassischen Homöopathie der Fall ist. Dies wie auch die Komplexmittel-Homöopathie wird von klassisch arbeitenden Homöopathen strikt abgelehnt, obwohl sich begleitend z.B. zu einer Akupunkturbehandlung, sehr gute Erfolge erzielen lassen.

Wirkweise der Homöopathie

Homöopathische Arzneimittel üben also einen schwachen Reiz auf den Körper aus, der zur Selbstheilung anregen soll. Dies gilt für die klassische, klinische als auch für die Komplexmittel-Homöopathie.

Nach der Basis-Ausbildung in klassischer Tier-Homöopathie, habe ich mich entschieden homöopathische Mittel therapiebegleitend einzusetzen, mich aber nicht auf die klassische Tier-Homöopathie zu spezialisieren.
In meiner Praxis arbeite ich mit homöopathischen Komplexmitteln oder mit Einzelmitteln gemäß der Akut-/Notfallhomöopathie.