Ich freue mich, dass exakt zum Jahresende mein Artikel „Immunsystem stärken und trainieren“ in der Ausgabe 6/22 im THP-Magazin „mein TIERHEILPRAKTIKER“ erschienen ist.
Jule’s Mobile Tierheilpraxis zieht am 15. Juli 2021 um…
direkt an den Nord-Ostsee-Kanal ins schöne Schleswig-Holstein.
WICHTIGE INFO! Für meine Patienten aus Hamburg und dem westlichen Schleswig-Holstein ändert sich nichts, denn ich werde weiterhin regelmäßig vor Ort sein. Mein Pferd wird vorerst in gewohnter Umgebung, in Holm, wohnen bleiben.
Anfahrtskosten für Patienten in Hamburg und im westlichen Schleswig-Holstein werden ab „25488 Holm“ berechnet.
Außerdem freue ich mich auch schon auf neue Patienten im nördlichen Schleswig-Holstein.
Gesundheitliche Probleme entstehen in vielen Fällen, wenn die körpereigene Immunabwehr geschwächt ist und der Organismus nicht mehr in der Lage ist, exogene (äußere) pathogene Faktoren (Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze etc.) eigenständig zu bekämpfen bzw. das Eindringen oder die Besiedelung der Haut schon von vornherein zu verhindern.
Ein häufig außer Acht gelassener, endogener (innerer) pathogener Faktor bei Tieren ist „Stress“! Dieser wirkt sich nicht nur auf den Magen-Darm-Trakt (hier befindet sich der größte Anteil des Immunsystems) sondern auf den gesamten Körperkreislauf aus.
Auch bei chronischen Erkrankung spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle. Die dauerhafte Belastung schwächt zusatzlich die eh schon überlastete köpereigene Immunabwehr und eröffnet Krankheitserregern eine ideale Eintrittspforte. Für die Immunstärkung bei chronischen Erkrankungen, ist die Konstitution des Tieres maßgeblich und eine Diagnose, um welche Art der Erkrankung es sich handelt. Außerdem muss in diesen Fällen bei der Therapie unbedingt berücksichtigt werden, dass die Anregung des Immunsystems unter Umständen den Gesundheitszustand auch verschlechtern kann.
Ein Praxisbeispiel: Bei meinem eigenen an Leishmaniose erkrankten Hund habe ich, nach der tierärztlichen Behandlung und dem Ausschleichen der Medikamente, mit angepasster Fütterung, Nierenkur sowie mit sanfter, regelmäßiger Immunstärkung (mit Homöopathie, Nosoden-Therapie und Akupunktur), glücklicherweise mein erhofftes Ziel erreicht und er ist schon seit längerer Zeit schubfrei. Diese unheilbare Infektionskrankheit durch einzellige Blutparasiten mit ungewisser Prognose stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird durch Sandmücken übertragen. Die Leishmaniose hat viele Gesichter und Ausprägungen. Der Therapieschwerpunkt liegt lediglich in der Symptom-Linderung. Leider gibt es für diese Erkrankung weder schulmedizinisch noch naturheilkundlich ein Patentrezept.
—>Die Erfahrung mit meinem eigenen Hund dient nur als ein Beispiel zur Immunstärkung bei chronisch erkrankten Tieren. Sobald auch nur der geringste Verdacht einer Infektionskrankheit besteht sollte dies bitte umgehend durch einen mit „Reisekrankheiten“ erfahrenen Tierarzt (oder in der Tierklinik) abgeklärtt werden!
Narben und Störherde sind ein bedeutungsvolles Thema in der TCM (traditionellen chinesischen Medizin). Damit die Lebensenergie (Qi) gleichmäßig und harmonisch in den Meridianen zirkulieren kann, müssen alle Wege frei sein. Narbenstörfelder blockieren den Qi-Fluss in den betroffenen Meridianen, wodruch das innere Gleichgewicht (Yin und Yang) beeinträchtigt wird. Sie können nicht nur der Auslöser für z.B. Schmerzen, Allergien oder chronische Erkrankungen sein sondern auch bereits vorhandene Probleme verschlimmern.
Wenn Narben auf einem Meridianverlauf oder innerhalb dessen Einflussbreichs vorhanden sind ist die Entstörung, für eine erfolgreiche Akupunkturbehandlung, sehr wichtig.
Beispiele für mögliche Störherde:
akute und alte Verletzungen/Schnittverletzungen
OP-Narben
alte Narben
schlecht heilende Wunden
Entzündungen der Haut
entzündete Zahnherde
Ödeme die sich nicht mehr zurückbilden
starke Schwellungen
Brandzeichen und Kastrationsnarben
Ein Praxisbeispiel: Bei einem meiner Akupunktur-Patienten erstreckt sich die Narbe (Muskelfaserriss im Bereich M. semitendinosus und M. biceps femoris) über die „Blasen- und Gallenblasen-Meridiane“. Die Verletzung liegt bereits längere Zeit zurück und wurde tierärztlich abgeklärt. Zudem wird das Pferd regelmäßig einem Osteopathen vorgestellt. Der Allgemeinzustand ist sehr gut und es wurde täglich trainiert, bis sich eine deutliche Hinterhand-Problematik zeigte.
Die Entstörung: Mit einem Impuls-Dioden-Therapie-Laser werden die betroffenen Bereiche jeweils mit zwei unterschiedlichen Frequenzen bestrahlt und abschließend müssen die Akupunkturpunkte 3E 5 und Gb 41 genadelt (oder gelasert) werden. Der zeitliche Aufwand variiert je nach Anazhl und Größe der Störherde. In manchen Fällen können auch Wiederholungen erforderlich sein.
Leider birgt das junge Weidegras im Frühjar und besonders bei kalter Witterung auch Gefahren. Der Fruktangehalt im Gras bei Temperaturen unter 10 Grad ist hoch und bei zusätzlichem Sonnenschein steigt er nochmal weiter an. Ist es außerdem sehr kurz sorgt dies zusätzlich für einen erhöhten Wert, da die Stengel mehr Fruktan enthalten als die Blätter. Je höher und satter das Gras, desto geringer der Fruktangehalt.
Bei kaltem Wetter ist es daher ratsam die Weiden eher später zu öffnen und in kleinen Schritten mit dem Angrasen zu beginnen. Ideal wären außerdem spezielle Pferdesaaten mit fruktanarmen Gräsern.
Nicht nur Pferde die unter EMS, Cushing, Sommerekzem oder Verdauungsstörungen leiden sind gefährdet. Auch bei unvorbelasteten Pferden können Probleme entstehen. Da Fruktan nicht durch Enzyme im Dünndarm aufgespalten werden kann, gelangt es in den Dickdarm. Der Fruktanabbau belastet die Darmflora und es entstehen Gase und Toxine.
Es können starke Blähungen und Gaskoliken auftreten. Darüber hinaus wird die Darmschleimhaut durch die Toxine angegriffen und an einer ausreichenden Nährstoffaufnahme über den Darm gehindert. Durchfall und/oder Kotwasser sowie die Schwächung des Immunsystems können die Folge sein. Zudem gelangen diese Giftstoffe über die Darmwand in die Blutbahn und belasten durch die notwendige Entgiftung wiederum vermehrt die Leber.
Die Haut (nach der alten chinesischen Akupunkturlehre auch als „dritte Niere“ bezeichnet) springt beim Abtransport von Schadstoffen ein, wenn Leber, Niere und Darm überlastet sind. Anzeichen hierfür sind ein veränderter Körpergeruch und/oder Juckreiz. Besonders zu Beginn der Weidezeit leiden daher viele Pferde unter Juckreiz, der mit der Giftstoffausscheidung in Verbindung stehen kann.
Ein paar Tipps, wie man sein Pferd bei einer Futterumstellung unterstützen kann:
Am Anfang nur nachmittags und in kurzen Intervallen grasen lassen.
Für ausreichende und regelmäßige Bewegung sorgen. Dies fördert den Ausscheidungsprozess und kurbelt den Stoffwechsel an, wodurch Giftstoffe schneller abtransportiert werden können.
Wichtig ist eine ausgewogene, indivuelle Ernährung. Spezialfutter, Futterzusätze, Kräuter, Darm- und Leberkuren helfen den Pferdeorganismus zu entlasten. Dies ist generell vor, während oder nach Futterumstellungen sowie zur Unterstützung beim Fellwechsel empfehlenswert.
Ich wünsche allen Pferden und ihren Menschen eine wunderschöne und gesunde Weidezeit.